PfotenTechnik

Welpen richtig füttern

Welpen richtig füttern: geeignetes Wachstumsfutter auswählen, Tagesration bestimmen, Mahlzeiten verteilen und gesundes Wachstum kontrollieren.

Junger Welpe wartet vor einer abgewogenen Portion Welpenfutter
Inhaltsverzeichnis23 Abschnitte
  1. 01Die kurze Antwort
  2. 02Das Wichtigste in Kürze
  3. 03Welches Futter braucht ein Welpe?
  4. 04Trockenfutter, Nassfutter oder Mischfütterung?
  5. 05Wie oft sollte ein Welpe gefüttert werden?
  6. 06Beispiel für einen alltagstauglichen Fütterungsplan
  7. 07Wie viel Futter braucht ein Welpe?
  8. 08Futtermenge praktisch festlegen
  9. 09Gesundes Wachstum kontrollieren
  10. 10Welpen großer und sehr großer Rassen
  11. 11Kleine und sehr kleine Welpen
  12. 12Leckerlis und Trainingsfutter einrechnen
  13. 13Futterwechsel beim Welpen
  14. 14Wann auf Erwachsenenfutter wechseln?
  15. 15Was tun, wenn der Welpe sein Futter nicht frisst?
  16. 16Wasser frei verfügbar halten
  17. 17Futterneid und schnelles Schlingen
  18. 18Ist ein Futterautomat für Welpen sinnvoll?
  19. 19Häufige Fehler bei der Welpenfütterung
  20. 20Kontrollplan für die ersten Monate
  21. 21Praktische Abschlussprüfung
  22. 22Fazit
  23. 23Quellen

Die kurze Antwort

Ein Welpe braucht ein vollständiges Futter für die Wachstumsphase, eine abgewogene Tagesration und regelmäßige Kontrollen von Gewicht und Körperzustand. Ziel ist nicht möglichst schnelles, sondern gleichmäßiges und schlankes Wachstum.

In den ersten Wochen nach dem Einzug sind meist drei bis vier kleinere Mahlzeiten praktikabel. Später kann die gleiche Tagesration schrittweise auf weniger Mahlzeiten verteilt werden. Eine allgemeingültige Grammzahl gibt es nicht: Futtermenge, Energiegehalt, erwartete Endgröße und tatsächliche Gewichtsentwicklung müssen zusammenpassen.

Die Fütterungsempfehlung auf der Verpackung ist deshalb ein Startwert, kein Endergebnis. Entscheidend ist, ob der Welpe entlang seiner persönlichen Wachstumskurve zunimmt, aktiv bleibt und einen passenden Body Condition Score behält.

Wichtig: Bei sehr jungen Welpen können Futterverweigerung, Erbrechen, Durchfall oder deutliche Schwäche schneller kritisch werden als bei erwachsenen Hunden. Im Zweifel sollte die Tierarztpraxis früh kontaktiert werden.

Das Wichtigste in Kürze

  1. Verwende ein Alleinfuttermittel, das ausdrücklich für Wachstum beziehungsweise Welpen geeignet ist.
  2. Prüfe bei großen Rassen, ob das Futter auch für das Wachstum großwüchsiger Hunde ausgewiesen ist.
  3. Wiege die komplette Tagesration mit einer Küchenwaage ab.
  4. Ziehe Trainingsfutter, Leckerlis und Kauartikel von der Tagesmenge ab.
  5. Beurteile nicht nur das Gewicht, sondern auch Taille, Rippen und Muskelentwicklung.
  6. Passe die Futtermenge in kleinen Schritten an, statt häufig zwischen Futtersorten zu wechseln.
  7. Ergänze Calcium, Vitamine oder Mineralstoffe nicht ohne fachlich berechneten Grund.
  8. Biete frisches Wasser jederzeit frei an.
  9. Reduziere die Zahl der Mahlzeiten schrittweise, ohne die Tagesration versehentlich zu verändern.
  10. Nutze Technik höchstens als Ergänzung, nicht als Ersatz für beobachtete Mahlzeiten.

Welches Futter braucht ein Welpe?

Auf der Verpackung sollte klar erkennbar sein, dass es sich um ein Alleinfuttermittel für Welpen, Wachstum oder alle Lebensphasen handelt und dass es zur erwarteten Endgröße passt. Der Begriff „Alleinfuttermittel“ ist wichtiger als auffällige Werbeaussagen zu einzelnen Zutaten.

Ein geeignetes Wachstumsfutter liefert die notwendigen Nährstoffe in einem abgestimmten Verhältnis, darunter:

Ein Futter für ausgewachsene Hunde ist nicht automatisch für einen Welpen geeignet. Umgekehrt ist das energiereichste oder proteinreichste Produkt nicht zwangsläufig die beste Wahl.

Woran lässt sich ein seriöses Welpenfutter erkennen?

Die Zutatenliste allein erlaubt keine verlässliche Qualitätsbewertung. Aussagekräftiger sind Fragen wie:

Die WSAVA empfiehlt, bei der Futterwahl auch die ernährungswissenschaftliche Kompetenz, Qualitätskontrolle und Transparenz des Herstellers zu prüfen, statt nur einzelne Zutaten zu bewerten.

Trockenfutter, Nassfutter oder Mischfütterung?

Alle drei Varianten können funktionieren. Entscheidend ist, dass die gesamte Tagesration zur Wachstumsphase passt.

Fütterungsart Mögliche Vorteile Darauf achten
Trockenfutter gut abzuwiegen, leicht für Training und Futterspiele nutzbar hohe Energiedichte, Portionen wirken optisch klein
Nassfutter hoher Wasseranteil, häufig gut akzeptiert nach dem Öffnen korrekt lagern, größere Futtermenge
Mischfütterung flexible Nutzung beider Futterarten Kalorien und Mengen gemeinsam berechnen
Selbstgekocht oder roh Zutaten individuell auswählbar vollständige fachliche Rationsberechnung erforderlich

Bei Mischfütterung dürfen nicht die volle empfohlene Trockenfuttermenge und zusätzlich die volle Nassfuttermenge gegeben werden. Beide Anteile bilden gemeinsam die Tagesration.

Eine ausführlichere Gegenüberstellung bietet der Ratgeber Trockenfutter oder Nassfutter für Hunde.

Selbstgekochtes Futter und BARF

Wachstum verzeiht Nährstofffehler schlechter als die Erhaltungsphase eines erwachsenen Hundes. Abweichungen bei Energie, Calcium, Phosphor, Kupfer, Zink oder Vitaminen können sich auf Knochen, Gelenke und Entwicklung auswirken.

Wer einen Welpen selbst bekochen oder roh füttern möchte, sollte die Ration von einer tierärztlichen Ernährungsberatung berechnen und während des Wachstums kontrollieren lassen. Pauschale Prozentregeln aus dem Internet reichen dafür nicht.

Wie oft sollte ein Welpe gefüttert werden?

Junge Welpen haben einen kleinen Magen und einen hohen Energiebedarf. Mehrere kleine Mahlzeiten sind deshalb meist besser praktikabel als eine oder zwei sehr große Portionen.

Alter Häufig praktikable Verteilung
etwa 8 bis 12 Wochen 4 Mahlzeiten
etwa 3 bis 6 Monate 3 Mahlzeiten
ab etwa 6 Monaten häufig 2 Mahlzeiten
sehr kleine oder medizinisch auffällige Welpen individuell nach tierärztlichem Plan

Die Tabelle ist eine Orientierung, keine starre Vorschrift. Größe, Tagesablauf, Futterart, Verträglichkeit und gesundheitliche Besonderheiten können eine andere Verteilung sinnvoll machen.

Beim Wechsel von vier auf drei Mahlzeiten wird die gleiche Tagesmenge neu verteilt. Es wird nicht einfach eine Portion gestrichen. Dasselbe gilt später beim Übergang auf zwei Mahlzeiten.

Mehr zu verlässlichen Routinen steht im Ratgeber Warum Hunde feste Fütterungszeiten brauchen.

Beispiel für einen alltagstauglichen Fütterungsplan

Ein etwa zehn Wochen alter Welpe mit vier Mahlzeiten könnte so gefüttert werden:

Zeitpunkt Ablauf
morgens kurze Löserunde, danach erste Portion
später Vormittag zweite kleine Mahlzeit
Nachmittag dritte Portion, teilweise als Trainingsfutter
früher Abend letzte größere Mahlzeit
danach ruhige Aktivität und bedarfsgerechte Löserunden

Der Plan muss nicht minutengenau eingehalten werden. Ein verlässlicher Rhythmus ist sinnvoll, starre Uhrzeiten sind es nicht.

Nach einer normalen Mahlzeit ist eine ruhige Löserunde unproblematisch. Sehr wildes Toben, abrupte Sprints oder intensives Training unmittelbar nach einer großen Portion sind dagegen wenig sinnvoll.

Wie viel Futter braucht ein Welpe?

Die ehrliche Antwort lautet: Das lässt sich nicht allein anhand des Alters in Gramm angeben.

Die passende Tagesration hängt ab von:

Zwei Welpenfutter können bei 100 Gramm sehr unterschiedliche Energiemengen liefern. Grammangaben lassen sich deshalb nicht von einer Sorte auf eine andere übertragen.

Fütterungstabelle richtig lesen

Ein häufiger Fehler ist die falsche Bezugsgröße. Manche Tabellen verwenden das aktuelle Gewicht des Welpen, andere das erwartete Endgewicht des erwachsenen Hundes. Zusätzlich kann die Tagesmenge nach Lebensmonat gestaffelt sein.

Prüfe deshalb drei Angaben:

  1. Auf welches Gewicht bezieht sich die Tabelle?
  2. Ist die angegebene Menge eine Tagesration oder eine Mahlzeit?
  3. Gilt sie für das konkrete Alter und die erwartete Endgröße?

Bei Unsicherheit sollte der Hersteller die Tabelle erklären können.

Tagesration in Mahlzeiten umrechnen

Angenommen, die ermittelte Tagesration beträgt 240 Gramm:

Mahlzeiten pro Tag Menge pro Mahlzeit
4 60 g
3 80 g
2 120 g

Trainingsfutter wird vorher aus den 240 Gramm entnommen. Es kommt nicht zusätzlich hinzu.

Mischfütterung korrekt berechnen

Bei Trocken- und Nassfutter ist die Energie entscheidend, nicht das Volumen.

Beispiel:

50 Gramm Trockenfutter liefern in diesem Beispiel etwa 190 kcal. 50 Gramm Nassfutter liefern dagegen nur etwa 55 kcal. Gleiche Grammzahlen sind daher nicht austauschbar.

Die Hersteller sollten die Energie als kcal pro 100 Gramm, pro Kilogramm oder pro Portion angeben können. Fehlt diese Information auf der Verpackung, lohnt eine direkte Nachfrage.

Futtermenge praktisch festlegen

Ein belastbarer Ablauf ist einfacher als die Suche nach einer angeblich perfekten Zahl:

  1. Wähle ein vollständiges Wachstumsfutter für die passende Größenklasse.
  2. Nutze die Herstellerangabe als Startmenge.
  3. Wiege die komplette Tagesration morgens ab.
  4. Entnimm daraus Trainingsfutter.
  5. Teile den Rest auf die geplanten Mahlzeiten auf.
  6. Wiege den Welpen regelmäßig unter vergleichbaren Bedingungen.
  7. Beurteile zusätzlich den Body Condition Score.
  8. Passe die Ration bei einem klaren Trend in kleinen Schritten an.
  9. Prüfe nach jeder Änderung erneut Gewicht, Körperform, Kot und Appetit.

Die Ration sollte nicht täglich aufgrund kleiner Gewichtsschwankungen verändert werden. Aussagekräftiger ist der Verlauf über mehrere Messpunkte.

Gesundes Wachstum kontrollieren

Ein Welpe soll wachsen, aber nicht möglichst schnell. Besonders bei großen und sehr großen Rassen erhöht eine dauerhaft zu hohe Energiezufuhr das Risiko eines ungünstigen Wachstumsverlaufs.

Gewicht regelmäßig dokumentieren

In der ersten Zeit ist eine wöchentliche Messung sinnvoll. Später können die Abstände je nach Wachstum und tierärztlicher Einschätzung vergrößert werden.

Eine einfache Tabelle reicht:

Datum Gewicht Tagesration Körperzustand Besonderheiten
01.07. 5,2 kg 230 g schlank Futterwechsel begonnen
08.07. 5,6 kg 230 g unverändert Kot normal
15.07. 6,0 kg 235 g unverändert mehr Aktivität

Eine einzelne Zahl sagt wenig. Wichtig ist, ob die Wachstumskurve gleichmäßig verläuft und zum individuellen Hund passt.

Body Condition Score beim Welpen

Der Body Condition Score, kurz BCS, ergänzt das Gewicht. Auf einer Skala von 1 bis 9 gilt bei Hunden meist ein Wert um 4 bis 5 als ideal.

Bei einem schlanken Welpen sollten:

Fell und Körperbau können täuschen. Lass dir die Beurteilung bei einem Vorsorgetermin praktisch zeigen.

Ein Welpe sollte nicht absichtlich „rund“ gefüttert werden. Gleichzeitig ist ein sichtbar knochiger Körperzustand ebenfalls kein Wachstumsziel.

Welpen großer und sehr großer Rassen

Als großwüchsig gelten häufig Hunde mit einem erwarteten Endgewicht von etwa 25 bis 30 Kilogramm oder mehr. Die genaue Einordnung kann je nach Leitlinie und Hersteller variieren.

Diese Welpen brauchen kein möglichst gehaltvolles Futter, sondern ein kontrolliert formuliertes Wachstumsfutter für große Rassen. Dabei sind vor allem Energiedichte, Calcium, Phosphor und das Verhältnis beider Mineralstoffe relevant.

Wichtig sind:

Mehr Calcium macht Knochen nicht automatisch stärker. Bei einem vollständigen Wachstumsfutter kann eine zusätzliche Gabe das Nährstoffverhältnis verschieben.

Große und sehr große Hunde erreichen ihre körperliche Reife meist später. Deshalb kann das passende Wachstumsfutter länger als zwölf Monate notwendig sein. Der Wechsel sollte sich an Wachstum und Skelettreife orientieren, nicht nur am Geburtstag.

Kleine und sehr kleine Welpen

Kleine Welpen benötigen bezogen auf ihr Körpergewicht häufig mehr Energie als größere Hunde. Gleichzeitig können sie nur kleine Futtermengen aufnehmen.

Bei sehr kleinen Rassen sind deshalb mehrere kleine Mahlzeiten besonders wichtig. Schwäche, Zittern, Unsicherheit, auffällige Müdigkeit oder Futterverweigerung sollten rasch eingeordnet werden, da junge Toy-Welpen empfindlicher auf eine unzureichende Energieaufnahme reagieren können.

Auch hier gilt: Häufiger füttern bedeutet nicht unbegrenzt füttern. Die gesamte Tagesration bleibt kontrolliert.

Leckerlis und Trainingsfutter einrechnen

Welpen lernen viel über Belohnung. Dadurch können Snacks unbemerkt einen erheblichen Teil der Tagesenergie liefern.

Eine einfache Methode:

  1. Wiege morgens die vollständige Tagesration ab.
  2. Fülle einen Teil davon in eine Trainingsdose.
  3. Nutze sehr kleine Stücke für Übungen und Belohnungen.
  4. Ziehe zusätzliche Leckerlis und Kauartikel von der übrigen Ration ab.
  5. Verwende nicht jede Mahlzeit ausschließlich im Training.

Als gebräuchliche Obergrenze sollten Leckerlis höchstens ungefähr zehn Prozent der täglichen Energie liefern. Der Rest muss aus einem vollständigen Wachstumsfutter stammen, damit die Nährstoffversorgung nicht verdünnt wird.

Besonders leicht unterschätzt werden:

Futterwechsel beim Welpen

Der Einzug in ein neues Zuhause verändert bereits Umgebung, Tagesablauf und Bezugspersonen. Wenn das bisherige Futter geeignet und verträglich ist, sollte nicht zwingend am ersten Tag zusätzlich die Ernährung geändert werden.

Eine normale Umstellung kann so aussehen:

Zeitraum bisheriges Futter neues Futter
Tag 1 bis 2 75 % 25 %
Tag 3 bis 4 50 % 50 %
Tag 5 bis 6 25 % 75 %
ab Tag 7 0 % 100 %

Bei empfindlicher Verdauung kann eine langsamere Umstellung sinnvoll sein. Treten Erbrechen, anhaltender Durchfall, deutlicher Appetitverlust oder Schwäche auf, sollte nicht nur weiter an den Mischungsverhältnissen experimentiert werden.

Häufige, grundlose Sortenwechsel erschweren die Beurteilung. Wenn mehrere Dinge gleichzeitig geändert werden, bleibt unklar, was ein Problem ausgelöst oder verbessert hat.

Wann auf Erwachsenenfutter wechseln?

Der erste Geburtstag ist keine universelle Grenze.

Erwartete Größe Häufige Orientierung für den Wechsel
kleine Hunde teilweise vor oder um 12 Monate
mittelgroße Hunde häufig um 12 Monate
große Hunde oft etwa 15 bis 18 Monate
sehr große Hunde teils etwa 18 bis 24 Monate

Diese Zeiträume sind grobe Orientierungen. Entscheidend ist, ob das schnelle Wachstum abgeschlossen ist und welches Futter konkret verwendet wird.

Ein zu früher Wechsel auf Erwachsenenfutter ist bei großen Hunden keine sichere Methode, um das Wachstum zu bremsen. Besser ist ein geeignetes Großrassen-Wachstumsfutter in kontrollierter Menge.

Was tun, wenn der Welpe sein Futter nicht frisst?

Eine ausgelassene Mahlzeit kann durch Aufregung, Wärme, Müdigkeit oder viele Trainingshappen entstehen. Bei jungen Welpen sollte Futterverweigerung dennoch genauer beobachtet werden.

Prüfe:

Der ausführliche Ratgeber Hund frisst nicht hilft bei der ersten Einordnung.

Nicht abwarten bei deutlichen Warnzeichen

Tierärztliche Hilfe ist besonders wichtig bei:

Wasser frei verfügbar halten

Frisches Wasser muss jederzeit erreichbar sein. Wasserentzug ist keine geeignete Methode für die Stubenreinheit.

Der Napf sollte stabil, sauber und zur Größe des Welpen passend sein. In einem Haus mit mehreren Etagen oder einem großen Gartenbereich können mehrere Wasserstellen sinnvoll sein.

Nach dem Spielen darf ein durstiger Welpe trinken. Problematisch ist nicht normales Trinken, sondern eine Situation, in der Wasser lange vorenthalten wurde und der Hund anschließend hektisch große Mengen aufnimmt.

Futterneid und schnelles Schlingen

Welpen aus einem Wurf sind häufig daran gewöhnt, in Konkurrenz zu fressen. Nach dem Einzug kann sich dieses Verhalten fortsetzen.

Hilfreich sind:

Knurren am Napf sollte nicht durch Strafe oder provoziertes Wegnehmen „getestet“ werden. Bei Futterverteidigung ist ein belohnungsbasiert arbeitender Trainer oder eine verhaltenstherapeutisch qualifizierte Praxis sinnvoll.

Ist ein Futterautomat für Welpen sinnvoll?

In der frühen Welpenzeit ist persönliche Fütterung meist die bessere Lösung. Sie zeigt unmittelbar:

Ein Automat protokolliert im besten Fall die Ausgabe. Er beweist nicht, dass der Welpe gefressen hat.

Später kann ein Futterautomat einzelne Trockenfutterportionen unterstützen, wenn:

Eine neutrale Übersicht bietet der Vergleich der besten Futterautomaten für Hunde. Für Nassfutter, Medikamente oder einen Welpen mit schwankendem Appetit ist ein Automat häufig keine passende Standardlösung.

Häufige Fehler bei der Welpenfütterung

Fehler Warum problematisch Bessere Lösung
Futter dauerhaft frei anbieten Aufnahme und Appetit bleiben unklar Tagesration abwiegen und auf Mahlzeiten verteilen
Portionen nach Augenmaß geben kleine Abweichungen summieren sich Küchenwaage verwenden
Tagesration und Mahlzeit verwechseln deutliche Überfütterung möglich Tabellenüberschrift genau prüfen
erwartetes Endgewicht falsch lesen falscher Startwert Bezugsgröße der Fütterungstabelle klären
schnelles Wachstum fördern ungünstig besonders für große Rassen schlanken Körperzustand anstreben
Calcium zusätzlich geben kann Mineralstoffverhältnis verschieben vollständiges Wachstumsfutter nutzen
Leckerlis nicht einrechnen Energie und Nährstoffbalance verändern sich aus der Tagesration entnehmen
abrupt oder ständig Futter wechseln Verdauung und Ursachenbeurteilung leiden gezielt und schrittweise umstellen
zu früh auf Erwachsenenfutter wechseln Wachstumsbedarf kann verfehlt werden körperliche Reife berücksichtigen
Wasser begrenzen Risiko unzureichender Versorgung Wasser jederzeit bereitstellen
nur auf die Waage schauen Körperform bleibt unberücksichtigt Gewicht und BCS gemeinsam bewerten
Automatenportion ungeprüft übernehmen tatsächliche Ausgabe kann abweichen mehrere Portionen nachwiegen

Kontrollplan für die ersten Monate

Rhythmus Was kontrolliert wird
bei jeder Mahlzeit Appetit, Fressgeschwindigkeit und Verträglichkeit
täglich gesamte Futtermenge, Leckerlis, Wasseraufnahme und Kot
wöchentlich Gewicht unter vergleichbaren Bedingungen
alle zwei bis vier Wochen Body Condition Score und Wachstumstrend
bei Vorsorgeterminen Wachstumskurve, Futterwahl, Ration und Größenentwicklung

Dokumentation muss nicht aufwendig sein. Gewicht, Tagesration und eine kurze Notiz zum Körperzustand reichen meist aus, um einen Trend zu erkennen.

Praktische Abschlussprüfung

Die Fütterung ist gut aufgestellt, wenn diese Fragen beantwortet sind:

Fazit

Welpen richtig zu füttern bedeutet nicht, eine feste Grammzahl zu finden und monatelang unverändert beizubehalten. Gute Welpenfütterung ist ein kontrollierter Prozess.

Ein geeignetes Wachstumsfutter, eine abgewogene Tagesration, mehrere altersgerechte Mahlzeiten und regelmäßige Kontrollen von Gewicht und Körperzustand sind die Grundlage. Für große Rassen ist ein schlanker Wachstumsverlauf besonders wichtig. Zusätzliche Mineralstoffe gehören nicht ohne fachliche Berechnung in den Napf.

Technik kann später einzelne Portionen organisieren. In den ersten Monaten sind beobachtete Mahlzeiten und ein genauer Blick auf Wachstum, Appetit und Verdauung deutlich wertvoller.

Quellen

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FAQ

Häufige Fragen

Wie oft sollte ein Welpe am Tag gefüttert werden?

Nach dem Einzug sind bei jungen Welpen meist drei bis vier kleine Mahlzeiten sinnvoll. Mit zunehmendem Alter kann die Häufigkeit schrittweise reduziert werden. Körpergröße, Gesundheitszustand und individuelle Verträglichkeit gehen vor einer starren Alterstabelle.

Wie viel Futter braucht ein Welpe pro Tag?

Die passende Tagesmenge hängt von Alter, aktuellem Gewicht, erwarteter Endgröße, Wachstumsphase, Aktivität und Energiedichte des Futters ab. Die Herstellerangabe ist ein Startwert, der anhand von Gewichtsentwicklung und Körperzustand angepasst werden muss.

Soll die Futtermenge nach aktuellem Gewicht oder Endgewicht berechnet werden?

Das hängt von der Fütterungstabelle des jeweiligen Herstellers ab. Manche Tabellen orientieren sich am aktuellen Gewicht, andere an der erwarteten Endgröße. Die Bezugsgröße muss deshalb auf der Verpackung genau geprüft werden.

Wann sollte ein Welpe morgens und abends gefüttert werden?

Die Mahlzeiten sollten sinnvoll über den Wach- und Aktivitätszeitraum verteilt werden. Eine verlässliche Routine ist wichtiger als minutengenaue Uhrzeiten. Große Portionen sollten nicht unmittelbar vor oder nach sehr intensiver Bewegung gegeben werden.

Brauchen Welpen großer Rassen besonderes Futter?

Ja. Für groß und sehr groß werdende Hunde sollte das Alleinfutter ausdrücklich für das Wachstum großer Hunde geeignet sein. Energie sowie Calcium- und Phosphorversorgung müssen kontrolliert sein. Zusätzliches Calcium kann ein ausgewogenes Verhältnis stören.

Darf ein Welpe Trocken- und Nassfutter bekommen?

Beides ist möglich, wenn beide Anteile für die Wachstumsphase geeignet sind und zusammen eine ausgewogene Gesamtration ergeben. Bei Mischfütterung müssen Energie und Mengen beider Futterarten gemeinsam berechnet werden.

Wie viele Leckerlis darf ein Welpe bekommen?

Leckerlis und Kauartikel sollten nur einen kleinen Teil der täglichen Energie liefern. Als gebräuchliche Obergrenze gelten etwa zehn Prozent; der überwiegende Anteil muss aus einem vollständigen Wachstumsfutter stammen.

Sollte Welpenfutter rund um die Uhr bereitstehen?

Eine ständig gefüllte Schale erschwert die Kontrolle der Futteraufnahme und begünstigt bei manchen Welpen eine zu hohe Energiezufuhr. Abgewogene Mahlzeiten machen Wachstum, Appetit und Verträglichkeit besser beurteilbar.

Wie lange sollte eine Futterumstellung beim Welpen dauern?

Ohne medizinischen Grund wird neues Futter meist über etwa sieben Tage schrittweise untergemischt. Bei empfindlicher Verdauung kann eine längere Umstellung sinnvoll sein. Bei Erbrechen, deutlichem Durchfall oder Appetitverlust sollte die Tierarztpraxis einbezogen werden.

Wann wechselt ein Welpe auf Erwachsenenfutter?

Der Wechsel richtet sich nach der körperlichen Reife und nicht allein nach dem ersten Geburtstag. Kleine und mittelgroße Hunde sind oft früher ausgewachsen als große und sehr große Rassen. Der geeignete Zeitpunkt sollte anhand von Wachstum und Körperzustand festgelegt werden.

Was tun, wenn ein Welpe sein Futter nicht frisst?

Eine einzelne ausgelassene Mahlzeit kann durch Aufregung oder viele Snacks entstehen. Bei sehr jungen oder kleinen Welpen, anhaltender Futterverweigerung, Schwäche, Zittern, Erbrechen, Durchfall, Schmerzen oder einem aufgeblähten Bauch ist eine schnelle tierärztliche Einschätzung nötig.

Ist ein Futterautomat für einen Welpen sinnvoll?

Er kann später eine abgewogene Trockenfutterportion ausgeben, sollte in der frühen Welpenzeit aber nicht die beobachtete Fütterung ersetzen. Appetit, Fressgeschwindigkeit, Verträglichkeit und Wachstum müssen weiterhin persönlich kontrolliert werden.

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